Traditionelles Hosting vs. Cloud Services

Traditionelles Hosting vs. Cloud Services

Immer mehr Unternehmen lagern ihre IT-Infrastruktur aus, indem sie auf traditionelle Hosting Lösungen setzen oder Cloud Services, wie die Amazon Web Services, nutzen. Cloud Services erfreuen sich dabei immer größerer Beliebtheit.

Höchste Zeit also, sich mit diesem Thema einmal etwas näher zu beschäftigen. Was ist der Unterschied zwischen einem virtuellen Server bei einem Hosting Provider, wie all-inkl, oder Cloud Hosting, wie den Amazon EC2 Web Services?

Ausgelagerte IT

Traditionelles Hosting und Cloud Hosting haben eines gemeinsam: beide Lösungen haben den Vorteil, dass man als Unternehmer oder Betreiber einer Webseite sich nicht um die Beschaffung und Pflege von Server-Hardware kümmern muss.

Traditionelles Hosting – Webspace

Webseiten-Betreiber setzen zumeist auf traditionelles Hosting bei einem Provider wie Strato oder 1&1 und kaufen ein Webspace Paket mit bestimmtem Speicherplatz, E-Mail Adressen, einer begrenzten Anzahl von Datenbanken, Traffic und in der Regel 1-5 Domains inklusive. Kostenpunkt je nach Paket um über den Daumen etwa 5-10€ pro Monat. Dabei teilt man sich den Server normalerweise mit vielen (~50) anderen Kunden.

Nachteil dieser Lösung: je nachdem, was die anderen Kunden auf dem Server so treiben, kann es zu zeitweisen Performance-Einbußen kommen. Und es gibt noch weitere Einschränkungen, mit denen man zu kämpfen hat, wie z.B. eine maximale Ausführungszeit von Scripten, die oft so etwas wie einen Backup-Job einer Datenbank unmöglich machen.

Vorteil: mehr oder weniger „Rundum-Sorglos-Paket“. Der Provider kümmert sich zum Beispiel um sämtliche Updates (z.B. PHP, MySQL) und die Domain-Registrierung.

Server anmieten

Die meisten Webspace Provider bieten auch das direkte anmieten von Servern an. Damit hat man einen Server für sich alleine und hat somit nicht das Problem, dass Scripts anderer Kunden den Server potentiell in die Knie zwingen. Wenn also garantierte Performance wichtig ist, wird man sich für einen eigenen Server entscheiden.

Unterscheiden muss man hier noch zwischen Servern mit oder ohne Root-Zugriff. Was in dem Zusammenhang für den einen ein Vorteil ist, ist für den anderen ein Nachteil. Root Zugang bedeutet, dass man Linux Kenntnisse benötigt, um den Server zu administrieren.

Weiters muss man noch zwischen virtuellen und dedizierten Servern unterscheiden. Dediziert heißt, man hat seinen eigenen, physikalischen Server beim Provider stehen. Virtuell heißt, dass man sich den physikalischen Server mit anderen Kunden teilen muss, aber in der Regel mit weniger, als bei Shared-Hosting-Angeboten. Und man hat vollen Root-Zugriff auf den Server und genießt damit alle Vorteile eines eigenen Servers.

Cloud Hosting

Cloud Services unterscheiden sich von traditionellem Hosting hauptsächlich dadurch, weil sie besser skalierbar sind. So kann man innerhalb weniger Minuten die CPU Leistung und das RAM erhöhen oder Speicherressourcen zuschalten.

Traditionelles Hosting vs. Cloud Hosting
Traditionelles Hosting vs. Cloud Services – die Cloud ist im Vormarsch

Und die Abrechnung erfolgt je nach Modell im Minutentakt, abhängig von den verwendeten Ressourcen. Man zahlt also nicht einfach pauschal (solche Modelle werden zumeist mit Rabatten ebenfalls angeboten), sondern „Pay per Use“.

Amazon EC2 bzw. Amazon Web Services

Einer der größten Anbieter von Cloud Services ist Amazon.

Amazons Service nennt sich Amazon EC2 – was für Amazon Elastic Compute Cloud steht.

Amazon bietet zur Verwaltung der Cloud Services eine eigene Oberfläche an, die die Konfiguration der Server-Instanzen so einfach als möglich machen soll.

Wie gut das alles in der Praxis funktioniert, werde ich mir demnächst näher ansehen und von meinen Erfahrungen dann in einem weiteren Blog-Artikel berichten.

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