Zehn Wege zum Tod im All

Zehn Wege zum Tod im All

Wer sich ins Weltall begibt, setzt sich Gefahren aus, von denen viele unweigerlich zum Tod führen.

Zahllose Filme, wie zum Beispiel Gravity, zeichnen in schreckenerregenden Szenen und Bildern die ein oder andere Art dieser Wege zum Tod.

Ersticken

Wenn sich ein Astronaut auf einen Weltraumspaziergang begibt, dann liefert ihm sein Raumanzug für etwa 6 bis 8 1/2 Stunden Sauerstoff (Quelle: NASA). Versagt die Sauerstoffzufuhr, so bleiben dem Astronauten in der Regel gerade einmal 15 Sekunden bis er das Bewusstsein verliert.

Unterdruck / Vakuum

Der Raumanzug liefert dem Astronauten nicht nur den lebensnotwendigen Sauerstoff, sondern stellt auch Druckverhältnisse innerhalb des Anzuges her, die dem Vakuum des Alls entgegenwirken.

Ein Leck im Anzug hat fatale Folgen. Schwachen Gemütern empfehle ich, den kommenden Absatz zu überspringen. Wirklich.

Tod im All
Tod im All

Der letzte Atemzug des Astronauten wird in seiner Lunge expandieren und diese zerreißen. Zur gleichen Zeit verdunstet das Wasser in seinen Weichteilen, was den Körper extrem anschwellen lässt. Die Haut kann den Körper eventuell vor dem Zerplatzen bewahren. In den Blutbahnen bilden sich Blasen, die die Blutzirkulation zum Erliegen bringen. Wäre das noch nicht schlimm genug, so wird der Speichel auf seiner Zunge zu kochen beginnen.

Sonnenbrand

UV Strahlung ist nicht nur schlecht. So generiert UV Strahlung in der richtigen Dosis das lebenswichtige Vitamin D.

Allerdings fehlt im Weltall die Ozonschicht, welche auf der Erde einen Großteil der UV-Strahlung filtert. Die logische Folge: ohne Raumanzug bekommt der Astronaut einen fürchterlichen Sonnenbrand. Und das in sehr kurzer Zeit.

Zellschaden durch Strahlung

Selbst wenn der Sonnenbrand durch UV-Strahlung nicht wäre – im Weltall gibt es genügend andere, schädliche Strahlungen, die die Zellen des Menschen schädigen.

Eine zum Mars geschickte Sonde hat zutage gebracht, dass ein Astronaut alleine schon auf dem Flug zum Mars so viel Strahlung abbekommen würde, als wenn er alle 5-6 Tage einen Ganzkörper CT Scan machen würde. Folge: Strahlenkrankheit oder Krebs.

Weltraumschrott

Im Laufe der Jahre hat die Menschheit bereits unglaublich viel Weltraumschrott produziert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Astronaut von einem Stück Weltraumschrott erschlagen wird, steigt immer mehr an. So mussten im März 2009 die sechs Astronauten an Board der ISS in Raumkapseln flüchten, da eine Kollision mit Weltraumschrott drohte.

Inhalation von Staub

Wenn der Mars einst erreicht werden sollte, um dort eine neue Bleibe für die Menschheit aufzubauen, so werden die Bewohner mit ultrafeinem Staub zu kämpfen haben.

Schwächung des Immunsystems

Die geringe Schwerkraft im All oder auch auf dem Mars, hat negative Auswirkungen auf das Immunsystem des Menschen. Konsequenz: der Mensch ist gegen Infektionen schlechter geschützt, ähnlich einer HIV Erkrankung.

Schwächung der Knochen

Unser Skelett wirkt auf den ersten Blick als hart und steif, aber letztendlich sind auch unsere Knochen lebendes Gewebe.

Alte Zellen werden abgebaut, neue Zellen entstehen. Auf der Erde ist dieser Zyklus in der Regel im Gleichgewicht (ausgenommen sind unter Osteoporose leidende, ältere Menschen). Studien mit russischen Kosmonauten haben aber gezeigt, dass diese nach einem längeren Aufenthalt im All 20% ihrer Knochenmasse verloren haben.

Probleme mit den Augen

Vermutlich bedingt durch ein Anschwellen des Sehnervs, klagen 60% der ISS Crew über Sehprobleme.

Diese Probleme verschwinden in der Regel nach einer Weile wieder. Für Menschen auf dem Mars könnte die Verringerung der Sehkraft aber zu einem echten Problem werden.

Psychologische Probleme

Und last but not least: die rauhe und ungewohnte Umgebung im Weltraum wirkt sich auch negativ auf die menschliche Psyche aus. So manch‘ einer dreht nach einiger Zeit am Rad 😉 .

Und viele andere mehr

Die Liste ließe sich natürlich noch fortsetzen.

Na, wer will jetzt noch mit den Freiwilligen teilen, die in nicht allzu ferner Zukunft zum Mars fliegen wollen?

Ein Gedanke zu „Zehn Wege zum Tod im All“

  1. Nicht zu unterschätzen ist imo auch die Gefahr zu erfrieren. Im All und auf den meisten Planeten, dem Mars eingenommen, ist es sehr, sehr kalt. Befindent man sich allerdings in Sonnen-Nähe, läuft man eher Gefahr zu verbrennen bzw. wie Du ja schon geschrieben hast extremen Sonnenbrand zu bekommen.

    Der Weltraum ist ein sehr gefährlich Ort! Macht ihn aber nicht minder interessant. 🙂

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