Weltraumarche

Weltraumarche – Reisen für Generationen

Das Universum ist groß. Verdammt groß. Von einem Planeten zu einem anderen zu gelangen, dauert mit aktuellen Technologien sehr lang. In der Regel viel zu lang, um innerhalb der normalen Lebensdauer eines Menschen eine potentielle Ersatzerde zu erreichen.

Zitat von Ziolkowski: „Es stimmt, die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben. Das Sonnensystem wird unser Kindergarten.

Warum also kein Raumschiff bauen, welches es ermöglicht, über mehrere Generationen hinweg in den unendlichen Weiten des Universums eine neue Bleibe suchen zu können?

Die Idee der Weltraumarche

Angelehnt an die Arche Noah ist der Name Weltraumarche entstanden. Ein anderer Name für die identische Idee ist Generationenraumschiff.

Die Idee an sich ist schon relativ alt. Sie stammt aus dem Jahr 1929. Ihr Urvater ist John Desmond Bernal.

Bernal machte sich Gedanken, wie Menschen langfristig in einer künstlichen Biosphäre überleben könnten. Sein Entwurf zum Modell einer solchen Raumstation wurde unter Bernal-Sphäre bekannt.

Weltraumarche oder Generationenraumschiff
Weltraumarche oder Generationenraumschiff

Vielschichtige Herausforderungen

Um eine solche Idee zu verwirklichen, gilt es viele Herausforderungen zu meistern. Neben technischen Herausforderungen spielt zum Beispiel noch die biologische Komponente eine große Rolle.

Und wenn die Arche dann erst einmal unterwegs ist, kommt noch die soziale Komponente hinzu.

Technisches

Länger anhhaltende Schwerelosigkeit schadet der menschlichen Gesundheit. Neben den allgemein bekannten Folgen auf Skelett und Muskulator hat Schwerelosigkeit zum Beispiel auch Auswirkungen auf den Orientierungssinn.

Künstliche Schwerkraft durch Rotation
Künstliche Schwerkraft durch Rotation

Für das Generationenraumschiff setzt man deshalb auf die Zentrifugalkraft als Ersatz für die Schwerkraft.

Auch die Energieversorgung muss auf Dauer sichergestellt werden. Sämtliche Systeme müssen über sehr lange Zeit funktionieren und notfalls vor Ort repariert werden können. Wer hier vergisst, ein Werkzeug einzupacken, kann nicht schnell in den nächsten Bauladen fahren 😉 .

Biologisches

Auch die Nahrungsversorgung für eine beträchtliche Anzahl von Menschen für unbeschränkte Zeit aufrecht zu erhalten, ist alles andere trivial.

Um genetische Verarmung zu vermeiden, muss eine bestimmte Anzahl an Menschen im Raumschiff Platz finden. Man geht von zumindest 1000 Personen aus, um eine ausreichende Durchmischung des Erbguts aufrecht erhalten zu können.

Die „Reisegruppe“ muss überdurchschnittlich gut ausgebildet und auch anhand deren Kenntnisse sehr sorgsam ausgewählt werden.

Soziale Komponente

Wie verhalten sich Menschen, die über unbestimmte Zeit auf beschränktem Raum zusammenleben müssen? Wie entwickelt sich diese Gesellschaft und wie geht sie mit Problemen um?

Um erfolgreich eine neue Zivilisation außerhalb unserer Erde etablieren zu können, reicht also Technik alleine nicht aus.

2 Gedanken zu „Weltraumarche“

    1. Hi!
      Bezüglich der Sache mit den Genen gibt es auch noch die Idee eine Samendatenbank mitzuführen.

      Nur mal so als Anmerkung. Ist ein wirklich interessantes Thema wie ich finde.

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