Bekanntheitsgrad steigern – Teil 3

Bekanntheitsgrad steigern – Teil 3

Wie kann man den Bekanntheitsgrad seines Spieles steigern?

Bekanntsheitsgrad steigern - Der Marktschreier
Bekanntsheitsgrad steigern – Der Marktschreier

Nachdem im ersten Teil der Reihe die eigene Startseite, Mundpropaganda und Spielportale näher durchleuchtet wurden und im zweiten Teil soziale Medien, beleuchten wir im dritten Teil zielführende weitere Möglichkeiten, um ohne das eigene Budget übermäßig belasten zu müssen, seine Bekanntheit weiter zu erhöhen.

9. Foren zur Spieleentwicklung

Deutschsprachige Foren zur Spiele-Entwicklung gibt es nicht allzu viele und in der Regel ist es eher verpönt, dort Werbung zu machen. Was aber in einigen Foren geht: sein Projekt vorstellen und Feedback dazu einzuholen. Auch die Verwendung einer nicht allzu auffälligen Signature mit einem Link zum eigenen Spiel wird in der Regel geduldet.

Worüber man sich bewusst sein sollte: Foren sind ein Geben und ein Nehmen! Einfach anmelden und munter drauflos werben kommt nur selten gut an und empfinde ich auch nicht als fair.

Aktuell sind wir nur in 2 Foren wirklich aktiv:

Hin- und wieder einen Blick werfe ich in:

10. (Salzburger) Games Workshop

Den Salzburger Games Workshop gibt es seit Ende 2012 und er findet etwa alle 2 Monate statt. Leider teilweise etwas wenig besucht, aber es macht immer wieder ungemein Spaß, neue Leute der Spielebranche kennenzulernen.

So ist der Initiator, Florian Jindra, immer sehr bemüht, interessante Leute aus der Branche in den Workshop einzuladen.

Hier ein kurzer Auszug (mit Link zu deren FB-Seite):

Sollte es in deiner Nähe so etwas wie einen Games Workshop oder ein Treffen von Spielefans oder Entwicklern geben – geh‘ hin! Nehme persönlichen Kontakt zu anderen Spieleherstellern auf! Vor allem im Indie- und Hobbybereich freuen sich die Leute in der Regel darüber, sich mit jemanden austauschen zu können.

Und über den Austausch kommt es zu neuen Ideen in Bezug auf Marketing oder vielleicht auch zu einer näheren Zusammenarbeit. So wären wir zum Beispiel ohne die Kontakte aus diesem Workshop nicht auf der GameStage EXPO 2014 aufgetaucht.

11. C hoch 3

C hoch 3 war / ist eine Workshop-Reihe, um die kreative Szene in Österreich zu fördern. Im ersten Workshop in meiner Umgebung wurde ich als Spieleentwickler in die illustre Runde von Fotografen, Marketing Spezialisten, Video-Spezialisten und anderen Kreativen aufgenommen.

Ich hatte das große Glück, dort viele, sehr interessante Menschen kennenzulernen. Mit vier dieser Leute habe ich auch zwei Jahre später noch regelmäßigen Kontakt, mit Manuel habe ich zusätzlich jemanden gefunden, der meine Freude an Heavy Metal teilt (aber das ist eine andere Geschichte 😉 ).

Und diese 4 Leute – für mich mittlerweile so etwas wie Freunde – haben mich auch bei der Vorbereitung der nächsten Marketing-Maßnahme ungemein unterstützt.

12. GameStage EXPO 2014 / Spielemessen

Das Highlight aller bisherigen Marketing-Maßnahmen für eXperinox war ganz klar die GameStage EXPO im letzten Jahr in der Tabakfabrik Linz. Die oben genannten Marketing-Leute, die ich hier sehr gerne noch einmal im Detail erwähnen möchte, haben uns hier ungemein unterstützt. So sehr unterstützt, dass uns so mancher nicht glauben wollte, dass hier keine große Spielefirma hinter dem Messeauftritt steckt.

In der Regel sind solche Messebesuche aber nicht wirklich kostengünstig. So muss man bei der Gamescom in Köln für einen 12 Quadratmeter Stand (Mindestgröße) mit etwa 2500€ rechnen.

Bei der GameStage EXPO in Linz war das zum Glück anders, denn diese Veranstaltung hat der Verein zur Förderung der Spielekultur ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, auch jenen einen Messeauftritt zu ermöglichen, die eben nicht über ein großes Werbebudget verfügen. So haben wir nur 40€ Tagesgebühr für unseren Stand bezahlt!

GameStage EXPO - der Stand
GameStage EXPO – der Stand

Zu den Kosten hinzu kommen dann noch die Kosten für die Standutensilien, wie z.B. ein Tripledisplay oder unsere eXperinox Liegestühle. Unser Glück: Manuel hat das Design als Freundschaftsdienst angesehen, weshalb wir am Ende nur ca. 700€ für T-Shirts, Liegestühle, Triple-Display, Boardingpass und Visitenkarten zu bezahlen hatten.

13. Marketing Blogs lesen

Man sollte sich auch als Techniker immer wieder einmal mit Marketing beschäftigen. Vor allem als EPU (Ein-Personen-Unternehmen) hat man ja auch kaum eine andere Wahl, wenn man nicht viel Geld für externe Experten ausgeben will.

Also einfach die Suchmaschine anwerfen und sich informieren!

Bonustipp: Raus mit dir!

Networking über alles! Nutze Veranstaltungen in deiner Umgebung und suche intensiv und bewusst den Kontakt mit Gleichgesinnten. Sei es über Webforen (nicht vergessen – zuerst Geben und dann Nehmen) oder noch besser im real Live :).

Etwas, wo auch wir noch viel mehr tun können, als bisher!

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, sein Spiel bekanntzumachen (Kontakt zur Presse, Werbeartikel, …). Wichtig ist, sich regelmäßig mit dem Thema Marketing auseinanderzusetzen, die Augen offen zu halten und erste Aktivitäten zu starten.

Entwickler sind scheue Wesen, aber manchmal ist es auch sehr wichtig, seine eigenen Grenzen zu überschreiten.

Also: Raus mit dir!

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