28. Blick nach vorn

Blick nach vorn

Nach dem endgültigen Ausstieg des Grafikers im April 2013, hieß es, sich neu zu orientieren, den Blick nach vorn zu richten.

Was tun mit halbfertigen Grafiken? Wie sollte eXperinox die nächsten Monate ohne neue Grafiken weiterentwickelt werden? Denn eines war schon damals klar:  so schnell wird sich kein Ersatz finden.

Halbfertige Arbeiten

Logischerweise ist es im Rahmen des Ausstieges auch zum Problem gekommen, dass sich in Arbeit befindliche Grafikprojekte nicht mehr fertig gestellt wurden.

Zu diesem Zeitpunkt haben wir am ENCODE Programm der Alienforschung gearbeitet. Wir wollten für jeden Forschungsfortschritt im Rahmen des ENCODE Programmes ein Video für Erfolg und Misserfolg anzeigen.

Dieses Vorhaben musste ich zwangsläufig auf Eis legen. Anstatt der Verwendung von Videos habe ich mich entschieden, nun doch nur einfache Grafiken zu verwenden. Was mein Problem nicht wirklich gelöst hatte, da ich ja auch die Grafiken von irgendwo herbekommen musste. Aber das war auf jeden Fall einfacher, als an passende Videos zu kommen.

Grafiken ohne Grafiker

Die Grafiken habe ich mir aufgrund einer Empfehlung von Manuel bei Depositphotos besorgt. Über Mighty-Deals gab es ein günstiges Angebot eines Grafikpaketes bei eben diesem Anbieter. 100 Downloads für 75€. Das erschien mir sehr fair.

Von dort habe ich mir letztendlich sämtliche Ausgangsgrafiken für die ENCODE-Forschung besorgt, die ich dann nur noch rassenspezifisch nachbearbeiten (coloriert) musste.

Kann so etwas wie Depositphotos einen Grafiker ersetzen? Ganz klar: nein, kann es natürlich nicht! Auch wenn ein Anbieter, wie Depositphotos, mit 33 Millionen Grafiken aufwartet – die Grafiken im Rahmen eines Spieles sind einfach zu speziell.

Eine andere Quelle wäre Open Game Art, welches sich auf Medien im Rahmen der Spieleentwicklung konzentriert. Allerdings habe ich mich bisher dort noch nicht bedient. Denn auch wenn es Grafiken speziell für Spiele sind, so findet man naturgemäß keine Grafiken, die zum Stil unserer mit Blender erstellten Gebäude oder Raumschiffe passen würden. Es ist auch schwer, zum Beispiel ein Set stimmiger Icons für eine Toolbar zu finden, die all jene Symbole enthält, die man für das eigene Spiel benötigt.

Partnersuche

Die Lücke im Bereich der Grafiken war aber nur ein Bereich, der gefüllt werden musste.

Auch der Bereich Spieldesign ist etwas, der von einer Person alleine nur sehr schwer abzudecken ist.

Spieldesign ist ein kreativer Prozess, der aus meiner Sicht nur wirklich gut in einem Team funktionieren  kann. Klar kann man auch selber gute Ideen haben, aber diese im Detail auszuarbeiten, funktioniert im Team einfach besser. Und vor allem macht es viel mehr Spaß!

Und es gibt noch Unmengen an anderen Dingen, die in einem Team besser funktionieren. Dass man sich zum Beispiel gegenseitig motiviert, wenn einer im Team einen gewissen Durchhänger hat und mit einer fehlenden Motivation kämpft.

Hier kam damals Stephan ins Spiel. Stephan kannte ich von einem meiner früheren Arbeitgeber und im Hintergrund war er schon damals für eXperinox immer zur Stelle, wenn es um haarige Probleme im Bereich der Datenbank ging.

Als ich ihm mein Leid klagte, nun allein an eXperinox arbeiten zu müssen, zeigte er spontan Interesse, etwas mehr für eXperinox tun zu wollen. Das war im März 2013.

Wie das mit Stephan weiterging?

Fortsetzung folgt …

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