Devs Play: Factorio – Teil 8

In Teil 7 von Devs Play: Factorio hat Ingenieur Iwan endlich eine Raketenstartrampe gebaut. Jetzt fehlt nur noch eine Rakete, und ab geht’s nach Hause! Wenn das doch nur so einfach umzusetzen wäre…

Logbuch, Tag 420

Meine Rakete braucht noch je 990 Raketenkontrolleinheiten, Treibstoff und Leichtbau-Kompositteile. Jede dieser Komponenten braucht an irgendeiner Stelle in ihrer Herstellung ein Zwischenprodukt das aus meiner Ölverarbeitung stammt: Schwefelsäure, Brennstoffpaste, oder Plastik. Leider ist das Ölvorkommen im Norden meiner Basis so gut wie erschöpft – nur noch tropfenweise fördern die Bohrtürme das schwarze Gold. Da hilft nur eines: ein neues Vorkommen muss her.

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Zahlreiche Ölquellen finden sich im Süden der Basis. Quiz: Wo ist meine Ölverarbeitung? Richtig. Im Norden. 🙁

Einige arbeitsreiche Tage später werkelt über jeder Quelle eine Pumpe, und in Ermangelung einer intelligenteren Lösung umspannt eine lange Pipeline meine Basis um die neue Förderanlage mit der Verarbeitungsanlage am Nordrand zu verbinden.

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Innovation des Monats: Öltanks die als Puffer zwischen den Förderanlagen und der Raffinerie fungieren. Nach rechts geht die unterirdische Pipeline zu den Raffinerien…

Logbuch, Tag 423

Alarmstufe Rot! Die Bugs haben im Süden die Verteidigungsanlagen überwunden und legen meine neue Kupfermine in Schutt und Asche!

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Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

Sollte ich das hier überleben brauche ich dringend mehr Lasertürme.

Logbuch, Tag 430

Mein Glück war, dass ich rings um das Raketensilo Lasertürme aufgebaut hatte – und das Silo direkt neben der Kupfermine ist. So konnte ich Gruppen von Bugs in die Reichweite der Verteidigungsanlagen locken und mit dieser Feuerunterstützung den Angriff zurückschlagen. Ich habe mehrere neue Arten von Bugs in der Meute ausgemacht – größer, stärker und gemeiner als alles was ich bisher gesehen habe. Entwickeln sie sich weiter? Ist die Technologie die ich hier aufgebaut habe mutagen für die einheimische Fauna? Oder haben sie einfach ihre „großen Brüder“ geholt? Wie dem auch sei – je schneller ich von hier wegkomme desto besser.

Logbuch, Tag 430, Nachtrag

Die Eisenvorräte in meinem Minen-Außenposten sind verbraucht. Ich brauche eine neue Eisenmine.

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Die letzten Brocken Erz werden in den Zug geladen…
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…und schon bald erobert die Natur zurück, was einst meine Eisenmine war.

Logbuch, Tag 437

…und jetzt ist auch noch das Kohlevorkommen alle.

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Ohne Kohle kein Strom, ohne Strom kein Licht, ohne Licht kein Laser, ohne Laser: Waaaaaaaaaaaah!

Nach einigem Suchen finde ich ein Kohle- und ein Eisenvorkommen dicht nebeneinander und stemple einen Außenposten drauf.

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Links: Eisenvorkommen. Rechts: Kohlevorkommen. Ein unbestimmtes Bauchgefühl sagt mir, dass das genug Kohle bis ans Ende der Tage sein sollte.

Dieser wird innerhalb der ersten zwei Stunden aus zwei Richtungen von Bugs attackiert. Zum Glück habe ich diesmal an genug Lasertürme gedacht.

Logbuch, Tag 456

All diese Lasertürme brauchen Strom – und die Lehre aus früheren Lektionen ist, dass Strom aus Kohle mich verwundbar macht, selbst wenn er nur Nachts gebraucht wird. Daher beginne ich ein neues Projekt. Codename: Mega Sol.

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Dem Universum sei Dank für meine Flotte von Konstruktionsdrohnen

Logbuch, Tag 490

Die Rakete nähert sich ihrer Fertigstellung. Bei einem Rundgang durch die Basis habe ich ein paar Erinnerungsfotos geschossen, und zu einem großen Gesamtbild zusammengesetzt.

Entwickler Iwan sagt: Einer der Gründe wieso dieser Blog-Beitrag verspätet erschien ist, dass ich zu doof für Gimp bin.

Achtung: 5MB Bild voraus...
Dieses Bild wurde in mühevoller Kleinarbeit aus über 30 Screenshots zusammengesetzt. Die Basis war am Ende ganz schön groß…

Logbuch, Tag 500, Letzter Eintrag

Es ist soweit. Das letzte Raketenteil wird gefertigt…

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…Rakete zu 99% abgeschlossen…

…die Rakete wird in Startposition gebracht…

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Startvorbereitungen abgeschlossen.

…die schweren Tore des Silos öffnen sich…

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Da ist das Schmuckstück.

…und die Rakete wird herausgefahren.

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Auf diesen Augenblick habe ich lange gewartet.

Ich nehme im Cockpit Platz, der Countdown beginnt…

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10… 9… 8… 7… 6… 5… 4… 3… 2…

…die Triebwerke zünden…

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1… Zündung!! We have lift-off!

… und einige Millionen Tonnen Schub katapultieren mich auf den Weg nach Hause.

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Zweiter Stern von rechts – und bis zum Morgengrauen!

Epilog

Die Welt sieht friedlich aus, von hier oben aus dem Orbit. Meine Reise ins nächste bewohnte System wird eine Weile dauern – viel Zeit für mich, über meine Abenteuer auf diesem Planeten nachzudenken. Dabei fällt mir ein, dass ich gar keinen Namen für diese Welt hatte… etwas das mich an meinen Aufenthalt erinnern wird… Ich taufe diesen Planeten: Factorio.

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Victory!

Entwickler Iwan sagt: 28 Stunden Realzeit – so lange hat es gedauert Factorio ohne vorheriges Wissen einmal durchzuspielen. Am Ende wurde es etwas zäh – man wartet auf Raketenteile und arbeitet daran, dass einem die Ressourcen nicht ausgehen. Das bedeutet hauptsächlich, dass man rechtzeitig einen neuen Außenposten errichtet haben sollte bevor der letzte leergeschürft ist – man wird nicht arbeitslos, aber es kommen auch keine neuen Spielelemente hinzu.

Mir hat Factorio großen Spaß gemacht, und ich freue mich schon darauf, eine weitere Runde zu spielen und alles viel besser zu machen 😉

Ich hoffe, mein erster Versuch ein Let’s Play zu schreiben hat Euch auch etwas Spaß gemacht zu lesen. Bis vielleicht zu einem nächsten Mal!

Ein Gedanke zu „Devs Play: Factorio – Teil 8“

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