Devs Play: Factorio – Teil 6

Letztes mal bei Devs Play Factorio hat das Endgame begonnen. Ingenieur Iwan hat mit Erdöl den letzten Rohstoff im Spiel erschlossen, die meisten grundlegenden Technologien sind erforscht – es wird langsam Zeit sich Gedanken darüber zu machen, wie unser Held den Planeten verlassen kann. Aber nicht ohne zuvor einige offene Rechnungen zu begleichen…

Logbuch, Tag 247

Der Ingenieur ist im Herzen ein friedfertiges Wesen – Gewalt liegt uns fern. Doch in den letzten Tagen haben die Attacken der Bugs stetig an Intensität zugelegt – und es reicht. Angriff ist bekanntlich die beste Verteidigung, und dazu haben meine Labore folgendes ausgekocht:

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Du willst zerstören und eine Spur der Verwüstung hinterlassen? Dann solltest du dir Kampfmaschinen wie diese zulegen und damit bei deinen Freunden den Bugs auf einen Kaffee vorbeischauen! Ihre Freude wird groß sein – sehr groß 😉

Ursprünglich hatte ich einen Buggy geplant mit dem ich den Planeten erkunden kann, aber dann begannen die Angriffe der Bugs und ich brauchte etwas robusteres. Und schlagkräftigeres. Mal sehen wie dieses Monster sich fährt…

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Sahnehäubchen auf der schwer gepanzerten Torte: Mein neues, automatisches Tor, bewacht von einigen Lasertürmen

Nachdem ich mich mit dem Handling von 50 Tonnen Stahl vertraut gemacht habe steuere ich den nächsten roten Punkt auf meiner Karte an. An der Kolonie der Bugs angekommen hämmere ich panisch auf den Feuerknopf ein bis alle Lebewesen außerhalb meines Stahlkolosses in Bœuf Stroganoff verwandelt worden sind. Dann übergebe ich mich. Ich weiß wieso ich nicht Sicherheitsoffizier geworden bin.

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Ingenieur Iwan vs. eine Alien-Kolonie. Tot, tot, tot. Noch Fragen?

In den Überresten der organischen Strukturen (Bug-Brutstätten?) entdecke ich seltsame pinke Kugeln. Bug-Eier? Nahrungsvorräte? Ich habe keine Ahnung, nehme das Alien-Artefakt aber zur Analyse mit.

Logbuch, Tag 250

Ich bin wieder zu Hause und mein Magen hat sich etwas beruhigt. Meine Laboratorien analysieren die pinken Alien-Kugeln. Es ist unklar welche Funktion sie erfüllen, aber ich kann daraus eine organische Substanz mit interessanten chemischen und physikalischen Eigenschaften isolieren, die möglicherweise für mein Entkommen von diesem Planeten nützlich sein wird.

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Alien-Technologie. Um eine Rakete bauen zu können, verquirlen sie ein halbes Dutzend Alien-Artefakte, fügen einige haushaltsübliche Komponenten hinzu, und fertig ist die Fahrkarte in den Orbit

Das bedeutet aber auch, dass ich mehr Alien-Artefakte brauchen werde….

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Forschungsabteilung, finaler Ausbau: rote, grüne, blaue, und nun auch violette Science Packs.

Entwickler Iwan sagt: Alle Technologien am Ende des Tech Trees benötigen violette Science Packs. Diese werden aus Alien-Artefakten hergestellt. Und die einzige Möglichkeit an Alien-Artefakte zu kommen ist, Alien-Gebäude zu zerstören. Sorry, pazifistische Spieler…

Logbuch, Tag 261

Faulheit ist bekanntlich der Motor des Fortschritts. Nachdem ich monatelang jedes einzelne Ausrüstungsteil in meiner Basis von Hand an seinen Platz transportiert und installiert habe, ist damit jetzt Schluss. Ich präsentiere die neueste Entwicklung aus meiner Forschungsabteilung: Transport- und Konstruktionsdrohnen!

Damit kann ich jetzt ein bestehendes Produktions-Layout auf eine Blaupause übertragen…

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Blueprint-System: Copy, und…

…und an anderer Stelle in die Landschaft stempeln.

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…Paste. Rechts im Bild: das Ladeterminal für meine Drohnenflotte.

Wenig später sammelt ein Schwarm Konstruktionsroboter die entsprechenden Komponenten automatisch bei den entsprechenden Fabriken ein, bringt sie an ihren Bestimmungsort und installiert sie, während ich von einem Liegestuhl aus die Arbeit „überwache“ 🙂

Ein weiterer Vorteil ist, dass ich nicht mehr überall Fließbänder verlegen muss. Kleinere Lieferungen zwischen Fabriken werden einfach von meinen Transportdrohnen auf dem Luftweg erledigt!

Entwickler Iwan sagt: Transportdrohnen bilden zusammen mit Konstruktionsdrohnen, intelligenten Vorratsboxen und programmierbaren Greifern bilden sie das „Logistik-Netzwerk“ von Factorio. Die Vorratsboxen können programmiert werden, bestimmte Waren vom Logistik-Netzwerk anzufordern, die dann von Drohnen geliefert werden. Smarte Greifer können konfiguriert werden, nur unter bestimmten Bedingungen zu arbeiten, beispielsweise wenn im Logistik-Netzwerk eine bestimmte Menge eines Produkts unterschritten ist. Dadurch kann man sehr präzise die Produktionsmengen von wenig gebrauchten Produkten kontrollieren.

Transportdrohnen haben bei Weitem nicht die Kapazität und Geschwindigkeit von Fließbändern, und brauchen Strom für ihren Betrieb, aber dafür sind sie absolut flexibel einsetzbar. Das verleitet dazu, sie als „Abkürzung“ zu nehmen, um Waren von einem zum anderen Ende der Basis zu bringen, ohne ein langes Förderband bauen zu müssen und dieses an allen bestehenden Strukturen vorbeizuführen. Für geringe Transportvolumen funktioniert das auch recht passabel, kann aber schnell zu einem Engpass führen wenn nicht genug Drohnen für den Transport verfügbar sind.

Insgesamt ist das Logistik-System an diesem Punkt im Spiel eine sehr interessante Option um der Komplexität von großen Fließband-Systemen Herr zu werden. Die Spielbalance bleibt durch die vergleichsweise geringe Transportkapazität gewahrt – für große Warenmengen kommt man um Fließbänder nicht herum.

Logbuch, Tag 283

Offenbar haben mir die Bugs meinen kleinen Stunt mit dem Panzer übel genommen. Im Morgengrauen überrannte eine Bug-Horde meine Verteidigung im Norden der Basis und verwüstete die Ölförderanlagen und Kupferminen.

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Ein Bild der Verwüstung.

Positiv gesehen gibt mir das Gelegenheit,  das Chaos aus durcheinanderlaufenden Rohren und Fließbändern das mein ursprüngliches „ad-hoc Design“ war aufzuräumen. Zur Erinnerung – Vorher:

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Archivbild: Öl- und Kupferförderung vor dem Angriff der Bugs

Nachher:

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Im Aufbau befindliche Ölverarbeitung 2.0. Alleine dass die Chemiefabriken nicht mehr mitten im Kupfervorkommen stehen ist schon ein Gewinn

Logbuch, Tag 292

Quizfrage: Welches Gericht wird, einem alten klingonischen Sprichwort zufolge am besten kalt serviert?

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Rache.

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