Devs Play: Factorio – Teil 5

Ingenieur Iwan, unfreiwilliger Held dieses Let’s Plays von Factorio, hat in der letzten Episode Bekanntschaft mit der lokalen Fauna gemacht. In einem Versuch das Problem zu erschlagen (hö, hö, Wortwitz) hat er Lasertürme zu seiner Verteidigung erforscht – nur um festzustellen dass er sie nicht so einfach bauen kann. Denn ihm fehlen Batterien – und weit und breit kein Supermarkt in Sicht…

Logbuch, Tag 150

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Lasertürme – Alptraum eines jeden Bugs

Es hätte so einfach sein können. Aber nein. Der Bauplan meiner Lasertürme enthält einen kleinen Energiespeicher, damit die Verteidigung auch noch (kurz) funktioniert falls der Strom ausfällt. Das benötigt Batterien. Batterien selbst benötigen Schwefelsäure, Kupfer und Metall. Schwefelsäure wird aus Schwefel hergestellt. Schwefel kommt hier nicht in Reinform vor, kann aber durch Entschwefelung von Erdgas gewonnen werden. Und Erdgas fällt beim Raffinieren von Rohöl an. Und Rohöl kann aus Ölquellen gefördert werden.

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Mein Ölfeld in seiner ganzen Pracht. Besondere Beachtung verdienen die achtlos durch das Kupfervorkommen verlegten Rohre.

Mein Glück im „Unglück“ ist, dass direkt bei meinem Kupfervorkommen ein Ölfeld liegt – und ich schon vor einer Weile Ölverarbeitung entwickelt habe. Also flugs eine Raffinerie hingestellt, einige Chemiefabriken drangehängt, ein paar Rohre um das Ganze zu verbinden… Rohöl -> Erdgas -> Schwefel -> Säure -> Batterien -> Lasertürme. Problem gelöst.

Entwickler Iwan sagt: Ölverarbeitung ist die letzte große Industrie die man in Factorio kennen lernt. Dadurch dass Ölprodukte nicht auf Fließbändern sondern nur in Pipelines transportiert werden können, kommt dadurch etwas mehr Komplexität in der Infrastruktur auf – was noch einmal für Spannung sorgt. Im Gegensatz zu Fließbändern kann man über Rohre nicht einfach drüberlaufen, wodurch man gezwungen ist Rohrleitungen unterirdisch zu verlegen um überhaupt im Öldistrikt herumlaufen zu können. Das macht die ganze Sache recht unübersichtlich und etwas frustrierend. Aber wie bei allem in Factorio kann man, sobald man einmal eine funktionierende Lösung stehen hat, sich anderen, spannenderen Dingen zuwenden… sobald man eine wirklich funktionierende Lösung hat…

Logbuch, Tag 151

Problem nicht gelöst. Ich habe mich schon gewundert wieso aus der Raffinerie drei Rohre herauskommen, da ich doch nur eines brauche. Hätte ich in Chemie aufgepasst, hätte ich mich erinnert dass Rohöl nicht nur aus den leichten gasförmigen Bestandteilen die wir gemeinhin als Erdgas bezeichnen besteht – was man bei Betrachtung der schwarzen Pampe hätte ahnen können. Die Raffinerie trennt das Rohöl in 3 Fraktionen: Schweröl, Leichtöl, und eben Erdgas. Und da ich nur das Erdgas verbrauche, stauen sich die Öle in der Raffinerie und diese kann nicht weiterarbeiten.

Bis ich die Technologie entwickelt habe die für mich nutzlosen Öl-Fraktionen zu Erdgas zu cracken behelfe ich mir damit, Brennpaste daraus herzustellen, die notfalls als Ersatz für Kohle in meinen Schmelzöfen und Boilern dienen kann.

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Bilder des Forschungsbildschirms sind nicht gerade spannendes Blog-Material, aber ich habe in dieser Phase des Spiels nicht viele verwertbare Screenshots gemacht. Ich gelobe Besserung in zukünftigen Beiträgen.

Logbuch, Tag 180

Batterietechnologie ist die nützliche kleine Schwester der Solartechnologie. Denn damit die Lichter nicht ausgehen in meiner Basis wenn Nachts die Sonne nicht scheint, kann ich den tagsüber generierten Strom in großen Batteriebänken speichern und damit nachts meine Basis versorgen.

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Batterieversorgung online

Logbuch, Tag 222

Es ist nicht so, dass im letzten Monat nichts passiert ist – es war nur nichts davon herausragend genug um einen Logbucheintrag zu rechtfertigen. Ich habe einige Lasertürme installiert, und sie verdampfen Bugs schneller als ich Bilder davon schießen kann. Ich habe mehr Solarzellen installiert, sodass ich tagsüber komplett von meinem Kohlekraftwerk unabhängig bin. Ich habe mehr Batteriekapazität installiert und kann die halbe Nacht von Batteriestrom leben, bevor das Kohlekraftwerk einspringen muss… Nichts spannendes. So sieht meine Basis jetzt im Luftbild aus:

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Klicken zum Vergrößern 🙂 Links im Bild meine Batteriebänke. Von unten kommt mein Kohlefließband, vorbei am Solarkraftwerk zum Kohlekraftwerk. In der rechten Bildhälfte sind meine Rohstoffminen und Ölförderung (im Norden) und die Fabriken und Labore (darunter).

Entwickler Iwan sagt: Wir nähern uns dem Endgame von Factorio. Mir ist beim Spielen zu diesem Zeitpunkt aufgefallen, dass ich seit locker einer Stunde keinen Screenshot mehr gemacht hatte, obwohl ich die ganze Zeit mit irgendetwas beschäftigt war. Die grundsätzlichen Produktionslinien laufen, Forschungen dauern immer länger, es gibt ständig irgendetwas zu verbessern oder kleine Engpässe zu beseitigen, aber es kommt in dieser Phase nicht viel Neues dazu über das man schreiben könnte.

Logbuch, Tag 225

Mit einer gewissen Sorge beobachte ich mein Eisenerzvorkommen. Seit ich hier angekommen bin, ist es beachtlich geschrumpft, und die wenigen übrigen Minen fördern kaum mehr genug um den Eisenhunger meiner Produktionsanlagen zu befriedigen.

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Von der verbliebenen Eisenmenge her könnte ich noch eine Weile damit auskommen, aber ich kann auf die wenige Fläche einfach nicht mehr genug Minen quetschen um ausreichende Fördermengen zu gewährleisten.

Dadurch verlangsamt sich meine gesamte Produktion weil ständig Fabriken auf Nachschub an Eisenplatten warten.

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Die Fabriken für Fließbänder (mitte), Schaltkreise und Greifer (darunter) verschlingen gewaltige Mengen an Eisen. Und das ist nur der Teil meiner Produktion der für den Betrieb der Labore benötigt wird…

Ich habe Wald im Osten ein großes Eisenvorkommen entdeckt. Eine Baumfällaktion später…

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Die Zukunft meiner Eisenproduktion.

…werden schnell ein paar Fließbänder verlegt…

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Das Skelett einer Mine entsteht

…Minenbohrer ins Eisenfeld platziert und Hochspannungsleitungen von der Basis aus durch den Wald verlegt um die Anlage mit Strom zu versorgen. Doch wie bekomme ich diese Mengen von Eisen in meine Basis? Mein Bedürfnis ein weiteres Langstreckenfließband zu verlegen ist bei den regelmäßigen Besuchen der Bugs nicht besonders groß. Daher entschließe ich mich, ein effizienteres Transportmittel zu verwenden: Die Eisenbahn.

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„Bitte Vorsicht an Gleis 1, der Zug Richtung Basis fährt ein…“

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