Devs Play: Factorio – Teil 4

Die Produktion läuft, die Labore forschen, die Ressourcenversorgung funktioniert – es scheint bisher nicht schlecht zu laufen bei Ingenieur Iwan in Factorio. Was kann schon noch passieren?

Entwickler Iwan sagt: Wann immer der Spieler glaubt in einer stabilen Situation angekommen zu sein, ist es Aufgabe des Entwicklers ein neues Element einzuführen das die Station wieder aufmischt…

Logbuch, Tag 102

Sie kamen im Schutze der Dunkelheit. Insektenartige Kreaturen mit scharfen Zähnen und Klauen und einer offenkundigen Abneigung gegen Technologie. Ich konnte sie abwehren – zum Glück war in der Rettungskapsel in der ich abgestürzt bin eine Waffe und etwas Munition – aber nicht bevor sie meine Basis da getroffen haben wo es weh tut: Bei der Stromproduktion.

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Kein Wasser vom See – kein Dampf in den Turbinen – kein Strom 🙁

Das Rohr welches das Wasser vom See beförderte ist ein Totalschaden, ich habe ein paar Kratzer abbekommen, und der größte Teil meiner Munition ist weg. Und das scheint erst der Anfang meiner Probleme zu sein, wie ein Blick auf die Radarkarte offenbart: Die roten Flecken die ich bisher für Bugs in meiner Radar-Software gehalten habe sind… echte Bugs.

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Legende: Rot: tödliche Käferkolonien; Blau: Wasser; Dunkelgrün: Wald; Schwarz: Kohlevorkommen; Orange: Kupfer; Silbergrau: Eisen; Magenta: Ölquellen. Moment… Ölquellen?

Logbuch, Tag 105

Meine Verletzungen sind verheilt, die Pipeline ist repariert, und ich habe einen Plan. Verteidigungsanlagen müssen her (gelegentlich ist es gut das Offensichtliche festzustellen…). Ich habe Baupläne für einen Verteidigungsturm mit einem Maschinengewehr erforschen lassen – das muss für den Anfang reichen. Später, wenn ich mehr Zeit und Ruhe habe wären natürlich Laser eine deutlich bessere Variante…

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Abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen wie dass Laser keine Munition brauchen sind Laser einfach nur extrem COOL!

Ich beginne also eine Mauer zu errichten die die Bugs abhält während meine Verteidigungstürme sie zu Hackfleisch (eher Hack-Chitin…) verarbeiten. Nach einigen Stunden harter Arbeit fällt mir auf wie dumm ich bin…

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Wem fällt der Fehler in diesem Bild auf? Zu meiner Verteidigung: Ich bin Ingenieur und kein Sicherheitsoffizier!

…und kostet mich noch einmal einige Stunden meine Dummheit wieder zu beheben.

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Natürliche Hindernisse zur Verteidigung ausnutzen. Wer hätte darauf kommen können?

Logbuch, Tag 109

Die Verteidigungsanlage ist fertiggestellt und ich kann mich wieder meiner Basis widmen. In der Zwischenzeit haben meine Labore eine Formel zur Veredelung von Eisen zu Stahl erarbeitet, die ich gleich in meine Produktionslinie einbaue.

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Die oberste Reihe Schmelzöfen ist neu: Die vorderen davon verarbeiten Eisenerz zu Eisen, die hinteren veredeln das Eisen weiter zu Stahl.

Stahl wird für so ziemlich alles benötigt das technologisch fortschrittlicher ist als eine Dampfmaschine: Ölverarbeitung, Eisenbahnschienen, Verbrennungsmotoren, Solarzellen…

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Edelstahl: Rückgrat des technologischen Fortschritts

Logbuch, Tag 117

Sie kamen wieder – doch diesmal war ich vorbereitet. Nehmt das, garstige Bugs!

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Nach der ersten Welle ist den Türmen die Munition ausgegangen und ich musste nachhelfen – aber die Mauer hat gehalten. VICTORY!

Logbuch, Tag 118

Meine Labore haben vor ein paar Tagen endlich Baupläne für Solarzellen ausgespuckt. Da Solarzellen nur tagsüber Energie liefern, werde ich immer noch mein Kohlekraftwerk für die Nächte brauchen. Aber dennoch kann ich so den Kohleverbrauch im Kraftwerk reduzieren und mehr Kohle dorthin umleiten wo sie wirklich benötigt wird: zu den Schmelzöfen.

Als erstes Pilotprojekt baue ich in meiner Außenstelle im Süden (dort wird meine Kohle gefördert) die Dampfturbine ab und ersetze sie durch eine Solarzelle.

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Hmm, wieso stehen denn die Minen plötzlich still?

Das Ergebnis ist etwas ernüchternd: meine Minen verbrauchen 180 kW an Energie – was die Dampfmaschine locker bewältigt hat. Die Solarzelle generiert bei maximaler Sonneneinstrahlung 60 kW. Ich brauche wohl mehr Solarzellen…

Logbuch, Tag 130

Notiz an mich selbst: Solarzellenfabrik einrichten. Solarzellen von Hand zu bauen ist ein eher langwieriges Unterfangen… aber zumindest ist meine Außenstelle jetzt vollständig mit erneuerbarer Energie versorgt.

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Mir ist die Ironie, dass meine schmutzige Kohle mittels sauberem Solarstrom gefördert wird durchaus nicht entgangen.

Logbuch, Tag 132

Auf diesen Tag habe ich gewartet: Meine Labore haben begonnen Baupläne für einen Laser-Verteidigungsturm zu entwickeln. Die ersten Entwürfe sehen interessant aus…

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So wird meine Laserverteidigung einmal aussehen.

Die Einkaufsliste sieht eigentlich harmlos aus:

  • Stahl… kein Problem
  • Elektronikschaltkreise… haben wir.
  • Batterien?!? Woher bekomme ich denn Batterien???

Entwickler Iwan sagt: Factorio hat, zur Erinnerung, nur 6 Basisressourcen: Holz, Kohle, Eisenerz, Kupfererz, Wasser und Öl (wobei Wasser kaum benötigt wird). Die Progression durch diese Basisressourcen ist an den Fortschritt im Techtree gekoppelt. Am Anfang arbeitet man nur mit Eisen und Brennstoff (Holz/Kohle), dann kommt sehr bald Kupfer hinzu, Eisen wird zu Stahl – und schließlich landet man als letztes bei Öl. Das dient zum einen dazu, den Spieler am Anfang nicht mit zu vielen Möglichkeiten zu erschlagen, andererseits natürlich auch als Herausforderung im späteren Spiel, denn die Ölverarbeitung ist, wie wir in der nächsten Folge sehen werden, ein eigenes Biest.

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