Human Centered Design

Human Centered Design

Im dritten Teil der Design-Reihe geht es um den Menschen bzw. um die Mensch-Maschine Beziehung.

Ist die Maschine schuld, wenn sie der Mensch nicht bedienen kann („sch**ß Wecker / Festplattenrekorder“ etc.)?

Oder ist es der zu dumme Mensch, der vor der Maschine steht? Von Designern und Technikern hin- und wieder abfällig DAU – dümmster anzunehmender User – genannt.

Design für Menschen

Wir designen für Menschen. Deshalb reicht es nicht aus, die Technik zu verstehen und zu beherrschen. Es gilt auch, die Menschen zu verstehen, die diese Maschinen bedienen sollen.

Für viele Techniker ist aber genau das ein großes Problem. Denn Techniker denken gerne logisch. Techniker verstehen häufig nicht, warum die Leute Probleme mit ihren Produkten haben.

Es wäre alles so einfach, wenn es die Menschen nicht gäbe, die unlogisch und emotional zu Werke gehen.

Frust

Die Komplexität alltäglicher Dinge nimmt immer mehr zu. Egal, ob es die im letzten Beitrag genannte Digitaluhr ist, ein mit Elektronik vollgestopftes Armaturenbrett eines Autos, der neue Fernseher oder Blu-Ray Festplattenrekorder (mit Smart TV, Twin Receiver, TBC, TNR und selbstverständlich Smart Guide +), Stereoanlagen, Spielekonsolen usw..

Komplexität steigt
Komplexität steigt

Zurück bleibt sehr oft ein frustrierter Benutzer, der am Ende einen Großteil der Funktionen gar nicht erst nutzt.

Auch wenn das Design / die Bedienbarkeit dieser Geräte ständig verbessert wird – die Technologie schreitet gleichzeitig ebenso voran.

Und jede neue Technologie scheint die Fehler der vorangegangenen zu wiederholen. Denn für jede neue Technologie benötigt man zuerst Erfahrung, wie man diese am besten einsetzt.

Human Centered Design

Beim Human Centered Design steht der Mensch im Mittelpunkt. Es ist eine Design Philosophy.

Anstatt sich zu überlegen, was man mit der neuen Technik alles anstellen kann, stellt man den Menschen ganz bewusst in den Mittelpunkt des Designprozesses. Menschliche Bedürfnisse,  Fähigkeiten und Verhalten werden zuerst untersucht.

Mensch-Maschine Kommunikation

Die Maschine muss dabei mit dem Menschen „kommunizieren“. Es muss zu jeder Zeit klar sein, welche Aktionen möglich sind und welche nicht.

Menschen machen Fehler

Tatsache ist, dass Menschen Fehler machen. Wirklich gute Produkte sind so designed, dass sie Fehler verzeihen. Dass sie Rücksicht auf die Fähigkeiten ihrer Benutzer nehmen.

Insbesondere im Fehlerfall ist Kommunikation sehr wichtig. Solange alles einwandfrei läuft, ist gutes Design nicht allzu schwierig. Wirklich kompliziert werden Dinge erst, wenn Fehler in der Bedienung passieren.

Designer sollten ihre Aufmerksamkeit also insbesondere auch auf mögliche Fehlbedienungen lenken. Reagiert ein Produkt gut auf Fehlbedienungen, steigt die Zufriedenheit beim Anwender.

Vorschau

Im nächsten Beitrag geht es um die grundsätzlichen Prinzipien der Interaktion – also wie der Mensch ein Produkt wahrnimmt und mit diesem umgeht.

Weitere Beiträge dieser Design-Reihe

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.