Cryostasis als zweite Chance

Cryostasis als zweite Chance

In unserem Science Fiction Browserspiel eXperinox hilft Cryostasis aus der misslichen Lage,  eine vernachlässigte Kolonie zu retten, indem tiefgefrorene Humanoide zurück ins Leben gerufen werden.

So mancher wünscht sich auch im rL (real life) die Möglichkeit einer zweiten Chance. Einfach einfrieren lassen und Jahrzehnte später wieder auftauen lassen.

Krank im Mittelalter

So lange ist es noch nicht her, als Menschen an selbst (zumindest aus heutiger Sicht) banalen Krankheiten gestorben sind. Eine häufige Ursache für den Tod war mangelndes Wissen und Aberglaube.

Näheres dazu kann man hier nachlesen: Krankheiten im Mittelalter

Unheilbare oder chronische Krankheiten

Selbst in unserer hoch technologisierten Welt gibt es immer noch unzählige Krankheiten, die als unheilbar oder zumindest als sehr schwer heilbar gelten. Krebs, Aids, Multiple Sklerose, Alzheimer oder Parkinson, um nur einige, dieser schlimmen Krankheiten zu nennen.

Oder chronische Krankheiten wie Migräne-Attacken, Asthma, Allergien oder Diabetes, die dem Menschen das Leben zur Qual werden lassen können.

Cryostasis als zweite Chance?

Es ist davon auszugehen, dass sich die Medizin immer weiter entwickelt und dass viele der heute als unheilbar geltenden Krankheiten später einmal geheilt werden können.

Was wäre also, wenn man eine Möglichkeit finden könnte, sich im Falle einer Krankheit einfach für die Zukunft konservieren zu lassen? Um dann wieder zum Leben erweckt zu werden, wenn es ein Heilmittel gegen die Krankheit gibt, an der man leidet?

Einfrieren lassen mit dem Namen der Krankheit als Beipackzettel. „Alzheimer. Bitte auftauen wenn heilbar.“

Alles nur Science Fiction?

In Science Fiction Filmen ist Cryostasis nichts Neues, da gehört einfrieren auf langen Reisen fast schon zum Alltag.

Aliens, Prometheus, Idiocracy und einige andere. Wer auf schräge Filme steht, sollte übrigens auf Idiocracy einen Blick werfen. Da wird Cryostasis an einem nicht gerade intelligenten Zeitgenossen und einer Prostituierten getestet. Und prompt vergisst man auf die beiden. Sie wachen ein paar hundert Jahre später wieder auf und zählen dann zu den intelligentesten Lebewesen 🙂 .

Die Zukunft hat bereits begonnen

Bereits 1965 hat Robert Ettinger ein Buch über die Aussicht auf Unsterblichkeit geschrieben. Man kann das komplette Buch übrigens als PDF-Version von der Cryonics-Webseite kostenlos downloaden (ganz ohne einer „notwendigen“ Angaben einer Mailadresse).

Unsterblich könnte der Mensch dann werden, wenn es gelingen sollte, den Alterungsprozess der Zellen zu stoppen. Also eine Art „Oil of Olaz Plus“ 😉 .

Und dieser Robert Ettinger ist Gründer des Cryonics Institutes, welches sich zum Ziel gesetzt hat, das bisher nur aus Science Fiction Filmen bekannte Einfrieren in die Realtität umzusetzen.

Cryostasis als zweite Chance
Cryostasis als zweite Chance

Wer will, kann Mitglied werden und das Cryonics Institute bei seiner Arbeit unterstützen. Für 120$ pro Jahr ist man dabei. Wer auch gleich seine eigene CRYOPRESERVATION planen will, der muss ein paar Tausender mehr in die Hand nehmen – 28.000$ oder 35.000$, je nach Art der gewählten Mitgliedschaft. Das beinhaltet aber nur die die Konservierung selbst. Das Cryonics Institute empfiehlt den Abschluss einer Lebensversicherung in der entsprechenden Höhe – mit dem Institut als Begünstigte.

Zusätzlich fallen dann noch weitere Kosten an, um zum Zeitpunkt des Todes entsprechend stabilisiert und zum Cryonics Institut gebracht zu werden. Laut Webseite des Cryonics Institutes können je nach Entfernung weitere 100.000$ anfallen. Günstig ist es also nicht, auf Unsterblichkeit zu hoffen.

Garantie gibt es übrigens keine, dass der konservierte Körper später wiederbelebt werden kann. Man setzt auf die Hoffnung, dass die durch das Einfrieren geschädigten Zellen eines Tages repariert werden können.

Unsterblich

Wer also heute an einer unheilbaren Krankheit leidet, könnte nicht nur die Aussicht auf Heilung haben. Er könnte sogar unsterblich werden.

Stellt sich nur die Frage, ob man das überhaupt wollen würde, aber das ist widerum eine andere Geschichte.

 

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